Ausbildung Fachtrainer:in Angst

Fachtrainer:in Angst ist eine einjährige Zusatzausbildung für Hundetrainer:innen, die ängstliche Hunde und ihre Halter:innen professionell begleiten möchten. Du lernst, Angstverhalten bei Hunden differenziert einzuschätzen, wissenschaftlich fundiert zu trainieren und Hundehalter:innen gezielt zu beraten – mit viel Praxis an Tierheimhunden. Die Ausbildung ist von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein anerkannt.

Was die Ausbildung Fachtrainer:in Angst besonders macht

Fachtrainer:in Angst konzentriert sich ganz auf ein Thema: Angst beim Hund. Uns ist keine vergleichbare Weiterbildung im deutschsprachigen Raum bekannt. Sie verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit viel Praxis an Tierheimhunden und mit Beratung für Hundehalter:innen. Unterrichtet wird sie von Dozent:innen, die seit Jahren mit genau diesen Hunden arbeiten.

  • Ausschließlicher Fokus auf Angst, Stress und Verhaltensmedizin beim Hund
  • Hoher Praxisanteil: 24 Praxistage, viel davon mit Angsthunden aus dem Tierheim
  • Wissenschaftlich fundiertes Fachwissen: Neurobiologie, Training und Beratung in einer Ausbildung
  • Individuelle Anleitung und Betreuung
  • Erfahrenes Dozent:innen-Team aus Hundetraining, Verhaltensberatung, Psychologie und Tiermedizin
  • Von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein anerkannt
  • Freiwillige Zertifizierung mit persönlicher Betreuung

Wir brauchen Euch! Mehr Trainer und Trainerinnen, die sich mit Angst beim Hund auskennen! Ein Leben in Angst ist schrecklich und macht krank, es ist unsere Aufgabe, den Hunden aus der Angst zu helfen und genau aus diesem Grund haben wir diese Ausbildung ins Leben gerufen.

Katja Schumacher

Die Ausbildung auf einen Blick

Für wenHundetrainer:innen; über das Tierschutz-Stipendium auch Engagierte aus dem Tierschutz
BesonderheitAusschließlich auf Angst beim Hund spezialisiert, Praxis mit Tierheimhunden
Dauer1 Jahr, 9 Module
Umfang24 Praxistage, 18 Stunden Theorie, 15 Stunden interne Lehrvideos
OrteBabenhausen und Reichelsheim (Odenwald), Theorie online
Nächster Start31. Oktober 2027 (Durchgang 2026/27 ausgebucht)
Kosten6.000 € inkl. MwSt., Ratenzahlung möglich
AbschlussTeilnahmebestätigung, freiwillige Zertifizierung (289 €)
AnerkennungTierärztekammer Schleswig-Holstein

Für wen ist die Ausbildung Fachtrainer:in Angst geeignet?

  • Hundetrainer:innen, die ihr Wissen zu Angst, Stress und Verhalten vertiefen möchten
  • Trainer:innen und Verhaltensberater:innen, die Halter:innen von Angsthunden professionell beraten wollen
  • Hundetrainer:innen, die im Tierheim, in Pflegestellen oder im Tierschutz arbeiten
  • Menschen mit langjährigem Engagement im Tierschutz und Erfahrung im Umgang mit Hunden, die intensiv lernen möchten (Bewerbung über das Tierschutz-Stipendium)

Was Du in der Ausbildung lernst

Du lernst in der Ausbildung vielfältige Methoden und Techniken zum Umgang mit Angst bei Hunden. Du bekommst die Möglichkeit, Deine Fähigkeiten in der praktischen Arbeit unter fachkundiger Anleitung zu erweitern. Du lernst, genau hinzuschauen, Hunde differenziert zu betrachten, einzuschätzen, ihre Persönlichkeiten und Ressourcen zu erkennen und entsprechend zu trainieren.

Wissenschaftliche Grundlagen

  • Neurobiologie der Angst und psychisches Erleben von Angst
  • Ausdrucksverhalten und Facetten von Angst beim Hund
  • Stress, Emotionsregulation und Impulskontrolle
  • Einflüsse von Bindung, Lerntheorie und psychischen Erkrankungen

Praxis mit dem Hund

  • Verhaltensbeobachtung und Persönlichkeitseinschätzung nach den Big Five
  • Umgang mit Flucht- und Aggressionsverhalten sowie Selbstschutz
  • Verhaltenstherapeutische Ansätze, Bindungsarbeit und Training je nach Art und Umfang der Angst
  • Ressourcen und Motivationen des Hundes erkennen und nutzen
  • Selbstwirksamkeit, Selbstvertrauen und Resilienz stärken

Arbeit mit dem Menschen

  • Beratungstechniken, Anamnese, Diagnostik und Psychoedukation
  • Kommunikation über Körpersprache, Stimme und Berührung
  • Stimmungsübertragung, Co-Regulation und Leinenführigkeit
  • Ethische Grenzen in der Beratung

Begriffe kurz erklärt

Was ist Fachtrainer:in Angst?

Fachtrainer:in Angst ist eine Zusatzausbildung für Hundetrainer:innen. Sie vermittelt Methoden, um Angstverhalten bei Hunden zu erkennen, einzuschätzen und zu trainieren und um Hundehalter:innen von Angsthunden zu beraten.

Was ist Angstverhalten beim Hund?

Angstverhalten zeigt sich zum Beispiel als Flucht-, Vermeidungs- oder Aggressionsverhalten. In der Ausbildung lernst Du, Ursachen, Auslöser und Einflüsse wie Rasse, Herkunft, Stress und Bindung zu unterscheiden und daraus ein passendes Training abzuleiten.

Was ist Co-Regulation?

Co-Regulation beschreibt, wie sich Stimmung und Erregung des Menschen auf den Hund übertragen und wie Du Dein eigenes Verhalten nutzt, um einen ängstlichen Hund zu beruhigen. Sie ist ein zentraler Teil des Moduls „Kommunikation mit dem Hund“.

Aufbau: 9 Module in einem Jahr

ModulDauerSchwerpunkt
I2 Tage PräsenzKennenlernen und Praxis mit Tierheimhunden
II2 Tage PräsenzVerhaltensbeobachtung und Einschätzung
III3 Tage PräsenzKommunikation mit dem Hund: Körpersprache, Co-Regulation, Stimmungsübertragung
IV2 Tage onlineTheoretische Grundlagen
V4 Tage PräsenzDiagnostik und Beratung: Anamnese, verhaltenstherapeutische Trainingsansätze
VI2 Tage PräsenzFremde Hunde: Gespräche mit dem Hund, Sensorik, Motivationen, Ressourcen
VII4 Tage PräsenzPraktischer Umgang mit schwierigen Hunden im Tierheim: Angst, Aggression, Selbstschutz
VIII2 Tage PräsenzPraktischer Umgang mit schwierigen Hunden: weitere Trainingsansätze, manuelle Techniken, Gerüche
IX5 Tage PräsenzFälle

Optional buchbar: Praktikumswoche mit 5 Tagen Arbeit mit Tierheimhunden.

Deine Dozent:innen – Erfahrung aus Tierheim, Praxis und Forschung

Deine Dozent:innen arbeiten täglich mit ängstlichen und schwierigen Hunden, beraten Halter:innen und bilden selbst Hundetrainer:innen aus. Mehrere von ihnen haben Fachbücher zum Thema veröffentlicht.

Claudia Fries

Claudia arbeitet als Hundetrainerin und Verhaltensberaterin. Ihr Fachgebiet ist die Kommunikation zwischen Mensch und Hund.

Es gibt so viele spannende und wichtige Themen im Hundetraining. Gute Trainer:innen sollten Hundeverhalten lesen können, differenzierte Anamnesen machen, empathisch beraten, sich selbst reflektieren und vieles mehr. Es ist ein anspruchsvoller Beruf und ich freue mich darauf, Euch durch diese Ausbildung zu begleiten.

Claudia Fries

Ute Heberer

Ute ist gelernte Tierarzthelferin und leitete 30 Jahre das Tierheim Tiere in Not Odenwald. Gruppenhaltung und die Resozialisierung von schwierigen Tierheim-Hunden gehören zu ihrem Fachgebiet. Ihre Bücher zu Hundeverhalten „Aggressionsverhalten beim Hund“, „Angst beim Hund“ und „Problem Hund“ wurden beim Kosmos Verlag veröffentlicht. Ute arbeitet als Ausbilderin und Prüferin von Hundetrainer:innen und Tierpfleger:innen.

Ihr werdet viel in der Praxis mit den Hunden arbeiten. Denn man muss sie spüren und ein Gefühl für diese Hunde entwickeln, um sie wirklich zu verstehen.

Ute Heberer

Robert Mehl

Robert ist Diplom-Psychologe. Sein Schwerpunkt sind neurobiologische Grundlagen von Verhaltensproblemen und psychische Krankheiten beim Hund, Persönlichkeitspsychologie sowie Kommunikations- und Beratungstechniken.

Zu wissen, was im Gehirn passiert und wie Angst erlebt wird, ist eine wichtige Voraussetzung für den Umgang mit Hunden.

Robert Mehl

Sophie Strodtbeck

Sophie ist Tierärztin und auf die Verhaltensmedizin spezialisiert. Außerdem ist sie in der Weiterbildung für Hundetrainer:innen und Tierärzt:innen tätig, schreibt als Autorin Fachbücher und Artikel zu verhaltensmedizinischen Themen, ist Autorin eines Spiegel-Bestseller-Romans und leidenschaftliche Fotografin. Ihr Leben teilt sie neben der Kamera mit ihren fünf Hunden.

Nur wer Stress erkennt, versteht und ihn ganzheitlich betrachtet, kann an der Stresskompetenz von Hunden arbeiten.

Sophie Strodtbeck

Katja Schumacher

Katja ist Hundetrainerin und hat sich auf Angstverhalten bei Hunden spezialisiert. Sie hat zusammen mit Ute Heberer das Buch „Angst beim Hund“ geschrieben und arbeitet als Dozentin in der Ausbildung von Hundetrainer:innen und Verhaltensberater:innen. Sie berät Hundehalter:innen, Pflegestellen und Tierheime und engagiert sich ehrenamtlich für Tierheimhunde und als Pflegestelle.

Euer Dozent:innen-Team freut sich darauf, mit Euch zu arbeiten und Euch zu diesem wichtigen Thema all ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung zu stellen: Claudia, Ute, Robert, Sophie und Katja.

Termine 2027/2028 – Anmeldung offen

ModulTermin
I06. – 07. November 2027
II–IXin Planung
Praktikumswoche (optional)in Planung

Termine 2026/2027 – Ausbildung ausgebucht

ModulTermin
I1.–2. November 2026
II12.–13. Dezember 2026
III26.–28. Februar 2027
IV6.–7. März 2027
V22.–25. März 2027
VI15.–16. Mai 2027
VII28. Juni – 2. Juli 2027 [PRÜFEN: Modul VII ist mit 4 Tagen angegeben, der Zeitraum umfasst 5 Tage]
VIII14.–15. August 2027
IX4.–8. Oktober 2027
Praktikumswoche (optional)17.–21. Mai 2027

Seminarorte

  • Akademie für Tiertherapeutische Berufe, Ostheimer Allee 16a, 64832 Babenhausen
  • Tiere in Not Odenwald e. V., Am Morsberg 1, 64385 Reichelsheim (Odenwald)
  • Tierheim Babenhausen, Außerhalb 41, 64832 Babenhausen
  • Theorie-Module: online

Kosten

LeistungPreis
Ausbildung6.000 € inkl. MwSt.
Ratenzahlung600 € Anzahlung + 12 Raten à 450 €
Einmalzahlung2 % Discount (5.880 €)
Zertifizierung (freiwillig)289 €

Zertifizierung

Nach Abschluss der Ausbildung erhältst Du eine Teilnahmebestätigung. Die Zertifizierung ist freiwillig, Du kannst sie während oder im Anschluss an die Ausbildung ablegen. Sie besteht aus der Bearbeitung eines Fallbeispiels Deiner Wahl. In dieser Zeit hast Du die Möglichkeit zu regelmäßigen Besprechungen mit Deiner betreuenden Dozent:in.

Tierschutz-Stipendium

Wir vergeben zwei Tierschutz-Stipendien an Menschen mit Engagement, deren finanzielle Mittel begrenzt sind. Wir unterstützen Dich bei den Ausbildungsgebühren mit bis zu 1.800 €. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden. Bei Ratenzahlung über ein Jahr sinkt die monatliche Rate auf 315 €, die einmalige Anzahlung liegt bei 420 €.

Das Stipendium ist für Dich, wenn Du

  • als Hundetrainer:in ehrenamtlich im Tierheim arbeitest, Pflegestelle für Tierschutzhunde bist oder Dich auf andere Art engagierst und die Ausbildung gerne machen würdest, oder
  • keine Hundetrainer:in bist, aber seit vielen Jahren im Tierschutz aktiv bist, Erfahrung im Umgang mit Hunden hast, bereit bist, intensiv zu lernen, und die Ausbildung gerne machen würdest.

Dann schreibe uns gerne eine Bewerbung für das Stipendium. Das Bewerbungsschreiben sollte Folgendes enthalten:

  1. Warum Du Dich für die Ausbildung interessierst
  2. In welcher Form, bei welchem Verein und seit wann Du Dich für Tierschutzhunde engagierst (mit Bestätigung des Vereins)

Bitte schicke Deine Bewerbung an Katja Schumacher: angsthundezentrum@gmail.com

Häufige Fragen zur Ausbildung Fachtrainer:in Angst

Was ist die Ausbildung Fachtrainer:in Angst?

Sie ist eine einjährige Zusatzausbildung für Hundetrainer:innen. Du lernst, Angstverhalten bei Hunden einzuschätzen, zu trainieren und Halter:innen zu beraten. Sie umfasst 24 Praxistage, 18 Stunden Theorie und 15 Stunden interne Lehrvideos.

Was unterscheidet die Ausbildung von anderen Hundetrainer-Weiterbildungen?

Fachtrainer:in Angst behandelt ausschließlich Angst beim Hund, mit Neurobiologie, Training und Beratung in einer Ausbildung. Ein großer Teil findet praktisch mit Tierheimhunden statt. Deine Dozent:innen arbeiten seit Jahren in Tierheim, Verhaltensmedizin, Psychologie und Training. Uns ist keine vergleichbare Weiterbildung im deutschsprachigen Raum bekannt.

Für wen ist die Weiterbildung geeignet?

Sie richtet sich an Hundetrainer:innen. Über das Tierschutz-Stipendium können sich auch Menschen bewerben, die seit vielen Jahren im Tierschutz aktiv sind und Erfahrung im Umgang mit Hunden haben.

Was lerne ich in der Ausbildung?

Du lernst die Neurobiologie der Angst, Verhaltensbeobachtung und Persönlichkeitseinschätzung, den Umgang mit Flucht- und Aggressionsverhalten, verhaltenstherapeutische Trainingsansätze und Beratungstechniken für Hundehalter:innen.

Wie lange dauert die Ausbildung und wie ist sie aufgebaut?

Die Ausbildung dauert ein Jahr und besteht aus 9 Modulen: 8 Präsenzmodule und ein Online-Modul. Ein Modul dauert zwischen 2 und 5 Tagen.

Wo finden die Seminare statt?

In Babenhausen und Reichelsheim im Odenwald, unter anderem im Tierheim Babenhausen und bei Tiere in Not Odenwald e. V. Die Theorie findet online statt.

Was kostet die Ausbildung?

Sie kostet 6.000 € inkl. MwSt. Du zahlst entweder 600 € Anzahlung plus 12 Raten à 450 € oder einmalig mit 2 % Discount. Die freiwillige Zertifizierung kostet zusätzlich 289 €.

Gibt es ein Stipendium?

Ja. Wir vergeben zwei Tierschutz-Stipendien von bis zu 1.800 €, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Bewirb Dich mit einem kurzen Schreiben und einer Bestätigung Deines Vereins.

Wann startet der nächste Durchgang?

Der Durchgang 2026/27 ist ausgebucht. Der Durchgang 2027/28 startet mit Modul I am 31. Oktober 2027. Die Anmeldung ist offen.

Bekomme ich ein Zertifikat?

Nach der Ausbildung erhältst Du eine Teilnahmebestätigung. Die Zertifizierung ist freiwillig. Dafür bearbeitest Du ein Fallbeispiel Deiner Wahl und wirst dabei von Deiner Dozent:in betreut.

Ist die Ausbildung anerkannt?

Ja, sie ist von der Tierärztekammer Schleswig-Holstein anerkannt.

Anmeldung und Kontakt

Du hast Fragen zur Ausbildung oder möchtest Dich anmelden? Schreib uns oder ruf an, wir beraten Dich gern. Weitere Infos zur Ausbildung findest Du auch bei der Akademie für Tiertherapie: Ausbildung Fachtrainer Angst bei der Akademie.

Angsthundezentrum

Katja Schumacher
E-Mail: angsthundezentrum@gmail.com
Telefon: +49 (0)176 810 530 24

Akademie für Tiertherapie

E-Mail: info@akademie-tiertherapie.de
Telefon: +49 (0)6073 7248205